Montag, Juli 03, 2006

Wetterkapriolen in Smogtiago

Es gibt schöne und schlechte Seiten von Santiago. Der Smog ist eine der Schlechten... Im Winter gibt es hier kaum Winde, die den Dreck der ganzen Autos, Micros und Fabrikschlote wegblasen kann. Daher gibt es in der Stadt fast jeden Tag Umweltalarm. Es dürfen nur Autos mit bestimmten Kennzeichen fahren und ab- und zu, wenn es ganz schlimm kommt, dann werden die Fabriken für einen Tag stillgelegt. Die Regierung macht aber auch nicht wirklich was gegen braune Brühe... Jetzt sollen Bäume auf den Hochhausdächern gepflanzt werden. Juhu! Das bringt doch auch nichts... Jedenfalls gibt es in dieser Stadt die besten Spezialärzte in Sachen Lungenkrankheiten- kein Wunder!
Mich hat es auch erwischt. Aber nur mit ner kleinen Grippe. Aber ich führe das totzdem auf dem Smog zurück, denn ich esse doch immer so fleissig Kiwis und Mandarinen! Der Smog soll nämlich freie Radikale im Körper bilden, die dann das Immunsystem schwächen. Fotos: Condor.cl

Das Wetter ist hier sowieso sehr unnormal für diese Jahreszeit. Normalerweise soll es den Juli und August die ganze Zeit regnen- tut es aber überhaupt nicht. Es liegt kaum Schnee auf den Anden und die Skisaision hat eigentlich schon begonnen. Was soll ich Euch sagen: heute haben wir hier 23 Grad! Das ist doch mal ein angenehmer Winter - das einzige was stört ist, dass die Temperaturen nachts bis auf 3 Grad abkühlen. Da muss ich mich dann ins Bett packen oder meinen Heizlüfter in Gang bringen. Ich schlafe hier übrigens mit 4 Schichten von Decken!! Ein ordentliches Daunenfederbett kennen die hier nicht. Aber geht ja auch so...