Die Reise in den Süden
Freitag nach der Arbeit ging es dann los in den Süden Chiles. Etwa 1000km und ca. 13h Busfahrt warteten auf uns. Erstaunlicherweise waren wir alle ziemlich ausgeruht, als wir in Puerto Montt ankamen, obwohl es nur ein ganz einfacher Bus ohne Cama oder so war.Als erstes haben wir uns dann einen Bus zur Insel Chiloe besorgt und dann gab es einen ordentlichen Milchkaffee! Der war lecker... (ausnahmsweise mal)
Schön war, dass der Busbahnhof dirket am Wasser lag und man so die ganze Bucht überschauen konnte. Es gab nur ein paar vereinzelte Wolken und so konnten wir den Sonnenaufgang genießen und sogar weit entfernte Berge mit Schneekuppen sehen. Überhaupt erinnert die ganze Landschaft im Süden einen eher an Skandinavien.
Bis wir an unserem Zielort Castro auf Chiloe angekommen waren, vergingen nochmal so 4h. Wir haben relativ schnell ein gutes und günstiges Hostel gefunden und sind dann als erstes zum Hafen gegangen. Mittag haben wir in einem Fischrestaurant gegessen, anschließend haben wir schöne Wollsachen gekauft (dicke Socken und so... - auf Chiloe gibt es eine ganz besondere Wolle)
- Die kann ich hier nun auch echt gut gebrauchen. Ich liege im Moment im Bett, habe einen dicken Pullover an und mein Heizlüfter läuft auf voller Power! Kaum vorstellbar für mich, dass es bei Euch jetzt so heiss ist!-
Außerdem haben wir noch die Kirche Castros , die zum Weltkulturerbe der Unesco gehört, angesehen, die "Palafitos" (Häuser, die auf Pfählen gebaut sind) bestaunt und wir sind zum Aussichtpunkt hinaufgestiegen, um uns die kleine Stadt von oben anzusehen.

Abends haben wir dann noch zwei Kneipen unsicher gemacht und zwei Mädels aus Deutschland kennen gelernt, die in Santiago ein Semester studieren.
Sonntag sind wir ganz früh losgefahren, um den Nationalpark Chiloes zu bewandern. Dick eingepackt sind wir dann zuerst durch einen Waldlehrpfad gelaufen und anschliessend an den Strand des Pazifiks. Leider war das Wetter nicht so gut: Regen und Kälte! Aber das war mir eigentlich schon klar... auf Chiloe ist es eine Seltenheit, wenn die Sonne scheint. Nachher haben wir uns in einem "Restaurant" aufgewärmt und frisch gebackenes Brot mit selbstgemachter Marmelade gegessen. Wir saßen bei der Familie in der Küche rund um den Herd herum, um unsere Hosen usw. zu trocknen, denn unser Bus sollte erst in 2,5 h kommen. Da haben wir echt Glück gehabt, dass die so nett waren.
Abends haben wir nur kurz ein paar Sachen zum Abendbrot eingekauft und später haben wir es uns auf unseren Zimmern mit ner Flasche Wein gemütlich gemacht. Wir sind sozusagen geflohen, weil der Besitzer des Hostels und ein wenig zu redselig war. Der war zwar total aufmerksam und lieb, aber wenn er erstmal angefangen hat zu reden, dann hat er gar nicht wieder aufgehört. Da wir auch nicht immer alles verstanden hatten (und nicht nachfragen wollten ,um das Gespräch zu verlängern), saßen wir meist mit nickenden Köpfen da... aha, aha, aha!
Am Montag mussten wir uns schon wieder auf den Rückweg machen. Wir haben also ganz früh den Bus Richtung Norden der Insel genommen, sind in Ancud für ne Stunde ausgestiegen, um uns den Hafen anzusehen und dann ging es schon weiter zurück nach Puerto Montt.
Dort haben wir frischen Fisch (Lachs mit Käse, Knoblauch und Tomaten) auf einem Markt gegessen und die letze Zeit genossen. Um 16.30h mussten wir in den Bus und um 5.45h kamen wir wieder in Santiago an.
Schnell nach Hause, noch 1,5h geschlafen und wieder zur Arbeit! :(
Das Wochenende ging mal wieder viel zu schnell vorbei! Aber ich bin positiv vom Wetter überrascht gewesen- ich hätte es mir viel schlimmer dort unten vorgestellt... Da hatten wir wohl ziemliches Glück! !Qué bueno!

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