Von knackigen Balletttänzern - ajajajajaajj!!
Gestern habe ich das Wochenende ganz würdig eingeleutet:
gegen halb elf bin ich mit Andrea, meiner chilenischen Mitbewohnerin, zur Plaza Italia gelaufen. Dort haben wir Keno und Janine (mal wieder "etwas" später) aufgegabelt und sind ins "Sudafricano" gegangen. Pablo hat uns wieder ein paar leckere Pisco Sour gemixt und die Runde wurde immer größer. Es kamen noch Arbeitkollegen und WG-Mitbewohner von Janine und Javier, der Ex-Praktikant der Stocker Group.
Gegen 1h haben wir uns dann alle auf den Weg ins "Clandestino" gemacht. Die Musik war leider diesmal nicht ganz so gut, aber es war trotzdem sehr witzig und gut. Wir haben viel getanzt, gesungen und Bier getrunken... Die Preise in dem Laden sind aber echt Deutsch: 3 Euro für eine kleine Flasche Bier. Als die Lichter dann gegen 5h morgens angingen, war ich echt entsetzt! Wusste gar nicht, dass es hier in Chile auch eine Art Sperrstunde gibt. Andrea und ich wollten unbedingt mehr Bier kaufen, aber es war nichts zu machen: die Party war beendet! Schade, aber vielleicht auch besser so, denn wir sind dann doch alle recht schwankend nach Hause getrottet.
Das war jedenfalls mal wieder ein gelungener Abend!
Heute habe ich daher nur relaxt. Aber heute Abend war dann noch Kultur angesagt: mit Maxie und Francisco bin ich beim Ballett gewesen! Premiere für mich, denn ich war noch nie beim Ballet oder bei der Oper! Wurde also echt mal Zeit.
Und ich muss sagen: es hat mir sehr, sehr gut gefallen. Es war ein modernes Stück über "Valparaíso". Hach, und die Männer sahen echt knackig aus... zumal sie teilweise nur mit einem engen Slip bekleidet getanzt haben ;)
Wenn die Chilenen ins Ballet gehen, ist es aber nicht wie bei uns in Deutschland: das ist ein Event für jedermann. Kinder, Omas und Opas, Jugendliche- alle gehen dahin und ziehen sich auch nicht besonders schieke an oder so. Ganz leger und normal wie immer.
Von der Inszenierung her war es auch super gemacht mit Farbakzenten in Form von Licht oder einzelnen Gegenständen auf der schwarzen Bühne. Schade, das ich meine Kamera nocht dabei hatte. Das wären super ästetische Fotos geworden!
Begleitet wurde das Stück von einer Frau, die wirklich eine tolle Stimme hatte und einem Klavierspieler und zwei Gitarristen. Ja, das war wirklich sehr schön.
Männer hatten auch ihre Freude an dem Ganzen, denn eine Ballettänzerin hatte eine kurze Nacktszene- und das im prüden, katholischen Chile! Ui!
Also: auf ins Ballet, Freunde! Mal was Neues ausprobieren!

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