Donnerstag, Februar 16, 2006

Die ersten Tage in der Sprachschule...

Also es gibt schon sehr viele interessante Leute hier in der Sprachschule. Alle unterschiedlichen Alters. Von 19 bis 60 Jahren... Zum Beispiel gibt es da die Helen aus Schweden, die in Indien ihren chilenischen Freund kennen gelernt hat oder Ane aus Norwegen, die ihren Stefvater hier besucht oder France aus Kanada, die immer sehr enthusiastisch versucht Spanisch zu sprechen, aber ihr fehlen oft die Woerter, so dass sie immer wieder von vorn mit ihrem Satz beginnt. :) Dann gibt es noch Graham und seine Frau aus Neu Seeland. Beide sind schon ca. 60 Jahre alt. Sie haben ihr Haus und alles verkauft und machen eine Weltreise. Ausserdem gibt es viele Amerikaner hier. Zum Beispiel Kelly und Nicole aus New York (den Hamptons) oder Hans, der Deutscher ist, aber jetzt in New York wohnt. Es ist sehr interessant und lsutig mit den anderen. In meinem Kurs gibt es aber auch einen verwoehnten 19-jaehrigen Deutschen (Vater ist Arzt, Mutter Pharmazeutin) - den kann ich nicht ab. Er ist im Unterricht total desinteressiert - ist ja auch klar: bezahlt ja auch alle PAPA!
Die Schule gefaellt mir jedenfalls sehr gut. der Unterricht ist verstaendlich und ich kann alles gut wiederholen. Es ist teilweise ein bisschen zu leicht, aber das macht nichts. Gleich habe ich eine Privatstunde gebucht.
Montag und Dienstag habe ich mir bereist 2 Wohnungen angesehen. Sie kosten alle so um die 220-260 Euro im Monat. Santiago ist nicht ganz billig. Aber damit habe ich schon gerechnet. (es sind nur Zimmer in WGs) Heute sehe ich mir noch ein anderes Zimmer an. Die sind alle mit Internet-Anschluss, so kann ich dann auch endlich ein paar Fotos einstellen.
Dienstag hab ich mich mit Janine zum Passfotos machen getroffen. Ich muss ja noch mein Visum bei der Policia Nacional registrieren. (Das kostet auch noch was.) Leider hatte die Policia nicht mehr geoeffnet, als wir da waren, aber das macht nichts. Das werde ich naechste Woche machen.
Nachmittags hab ich dann noch an einer Uebung teilgenommen. Wir sollten Szenen vor einer Camera inszenieren, um so unser Spanisch zu ueben. Das war sehr lustig, weil France wieder so enthusiastisch versucht hat zu sprechen. (Sie sollte einen Hotelgast spielen, der sehr unzufrieden ist. Sie wedelte dann immer mit ihren Armen und meinte: Finito! Muy mal! Finito!) Wir mussten alle so lachen, dass uns die Traenen kamen.
Mittwoch haben wir nach der Schule einen Ausfluf zu einem Weinanbaugebiet gemacht. Da durften wir 2 Weine probieren. Es war von der Traube "Carmenera"und "Cabernet Sauvignon". Die haben mir beide sehr geschmeckt. In diesem Gebiet wird nur Rotwein produziert, da die Erde sehr trocken und es sehr heiss da ist. In kuehleren Regionen (mehr zum Meer hin) wird dann Weisswein angebaut. (Weiss gatr nicht, ob man das so sagt... mein Deutsch wird immer schlecher, weil ich es kaum noch spreche.)
Nach dem Ausflug wollte ich eigentlich nach Hause und mir ein paar Nudeln kochen, aber Hans (der Deutsche aus New York, ca. 45 Jahre alt, arbeitet bei der Commerzbank) hat mich dann zum Essen eingeladen. Was nicht schlecht ist> Er meinte, er koennte mir empfehlungen aussprechen. Er kennt viele fuehrungskraefte in unterschiedlichen Unternehmen. Z.B. arbeitet eine Bekannte bei Pro7 und ist fuer Investor Relations zustaendig. Ein Bekannter von ihm ist Vorstand der Nord-Ostsee Sparkasse... (Sie haben frueher zusammen bei der Barclays Bank gearbeitet.)
Naja, ist ja nie verkehrt viele Leute zu kennen...
Mit Lidia und Pedro klappt es weiterhin sehr gut. Als ich Montag sagte, dass ich Dienstag frueher aus dem Haus muss, um mir die Wohnung anzusehen, meinte Lidia:" Ohne Fruestueck kommst du nicht aus dem Haus- wir stehen frueher auf!"
Im Moment passen sie auf den Hund der Tochter auf, weil diese im Urlaub ist. Das ist auch ein ganz Witziger: ein weisser Pudel namens Fidulai. dewr freut sich auch schon immer, wenn ich nach Hause komme. Lidia meinte auch, das ich immer vorbeikommen kann, wnn ich etwas wissen moechte oder Hilfe brauche. (Ich waere ihre Adoptiv-Tochter in Chile.)
So, jetzt seid ihr wieder auf dem Laufenden. Die letzten Tage hatte ich nicht soviel Zeit zu schreiben bzw. das Internet funktionierte nicht.